Ratzeburg. Auf ihrer „Kulturtour“ durch den Kreis Herzogtum Lauenburg sind Uta Röpcke und Susanne Baumann in die Vergangenheit eingetaucht. Im Kreismuseum erlebten die beiden Landtagskandidatinnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Geschichte des Kreises von der Urzeit bis zum Mauerfall.

Listenkandidatin Röpcke und Direktkandidatin Baumann zeigten sich beeindruckt von den vielen Exponaten, die historische Wegmarken und Ereignisse illustrieren und erklären. Der Rundgang war für beide Frauen eine Bestätigung für die im Wahlprogramm der Partei verankerte Forderung, einen größeren Fokus auf die bessere Ausstattung von Museen und ihre kulturhistorischen Sammlungen zu legen.

„Häuser wie das Kreismuseum haben eine enorme Bedeutung für unser kollektives Gedächtnis und die Herausbildung eines demokratischen Selbstverständnisses“, befand Röpcke. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, auch jüngeren Menschen die historischen Sammlungen nahezubringen.

Parteikollegin Baumann ergänzte: „Ich würde mir wünschen, dass vermehrt Schulklassen in Häuser wie das Kreismuseum kommen. So etwas wie die historische Küche, das Biedermeierzimmer oder auch die Exponate von der deutsch-deutschen Grenze unmittelbar vor Augen zu haben macht das im Unterricht vermittelte Wissen im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar.“ Diese Form der kulturellen Bildung sei der Schlüssel, den Menschen demokratische Grundwerte nahezubringen, erklärten beide Kandidatinnen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unisono. Dementsprechend sprachen Röpcke und Baumann sich für eine bessere Ausstattung von Häusern wie dem Kreismuseum aus. Dazu gehören nach ihrer Auffassung eine von der Landesbibliothek unterstützte Digitalisierung der Sammlungen sowie mehr Personal.

Aktuell werden das Kreismuseum und das benachbarte A. Paul Weber-Museum von ein- und derselben Person geleitet. Fachliche Unterstützung gibt es lediglich von einem Volontär. „Da können wir uns durchaus mehr vorstellen“, so Baumann. Zumal dem Kreismuseum große Aufgaben ins Haus stehen: Der Haupteingang und die Zugänge zu den Räumen sollen barrierearm werden. Die Bauarbeiten sind bereits in Gang. Darüber hinaus ist eine Neukonzeption der Ausstellung geplant.

„So etwas kostet viel Geld und muss immer auch durchfinanziert sein“, meint Röpcke. Die Partei fordere deshalb im Wahlprogramm, dass Bund, Länder und Kommunen eine solide Finanzierung von Kultureinrichtungen und -projekten gemeinsam ermöglichen. „Häuser wie das Kreismuseum brauchen vor allem Planungssicherheit“, ergänzt Baumann.

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