Pressemeldung vom 16. März 2011

Grüne: Jetzt regenerative Energien voranbringen!

Zur Meldung über das mögliche endgültige Aus des Betriebs im Kernkraftwerk Krümmel sagt der Sprecher des Kreisverbandes Lauenburg von Bündnis 90/Die Grünen, Holger Bartsch: „Jahrelang haben die politisch Verantwortlichen im Kreis unsere Warnungen vor den Gefahren der Atomkraft in den Wind geschlagen. Es ist schon erstaunlich, wie nach dem scheinbaren Umschwenken der Regierung in Berlin in der Beurteilung der Sicherheit alter störanfälliger Reaktoren jetzt plötzlich auch die hiesigen Politiker eine Kehrtwende machen. Wir Grüne haben uns unermüdlich für regenerative Energieformen stark gemacht und mehr als 20 Konzepte für die Umsetzung im Kreis unterbreitet. All dies ist von der heimischen politischen Mehrheit permanent blockiert worden. Nach unseren Erfahrungen und Erwartungen wird das nach Ablauf des Moratoriums – und den dann zurückliegenden Landtagswahlen – auch wieder genau so weiter gehen. Wir Grüne werden aber weiterhin und vermehrt Wege in die atom- und kohlefreie Stromerzeugung aufzeigen und verfolgen.“

Holger Bartsch sagt zur Situation in Krümmel: „Wirtschaftlich und politisch nicht nachvollziehbar ist für uns die Entscheidung von Vattenfall, eine halbe Milliarde Euro in die Reparatur des Schrottreaktors Krümmel zu investieren. Was hätten wir mit den Geldern, die letztlich im Nichts versenkt wurden, in Richtung Förderung und Umsetzung erneuerbarer Energien nicht alles machen können? Selbst für den Ausbau des Hochspannungsnetzes wäre das Geld sinnvoller investiert gewesen. Das Gespenst der atomaren Bedrohung hätte schneller zurückgewiesen werden können. Mit einem Paradigmenwechsel in die erneuerbaren Energien wäre gleichzeitig die Chance gegeben, schon frühzeitig mehr Arbeitsplätze anzubieten und die zukünftige Stromversorgung abzusichern.“
 



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