Interview mit Uta R├Âpcke: Listenplatz 11


­čî│ Wie bist Du zu den Gr├╝nen gekommen?

In den fr├╝hen 80er Jahren war die Anti-AKW Bewegung sehr pr├Ągend f├╝r mich: Die K├Ąmpfe am Bauzaun haben f├╝r mich schon als Jugendliche politische Haltung sehr lebendig und konkret gemacht. Da schlie├čt sich nun mit dem Abschalten des AKWs endlich der Kreis.

Auch meine Schulzeit an der IGS Neum├╝nster war politisierend: Wir hatten fantastische Lehrer*innen, die Demokratie vorgelebt haben. Eingetreten bei den Gr├╝nen bin ich aber schlie├člich erst 2009, als wir den OV Sachsenwald gegr├╝ndet haben. Und das, weil es keine U3 Betreuungsm├Âglichkeiten bei uns im Dorf gab und ich feststellen musste, dass meine Berufst├Ątigkeit als Mutter von zwei S├Âhnen hier in Deutschland anscheinend immer noch nicht selbstverst├Ąndlich ist.


­čĺÜ Welche Themen sind Dir besonders wichtig in der Partei?

Zentral ist auch f├╝r mich das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Als Mutter kann es mir nicht egal sein, welche Erde ich meinen Kindern hinterlasse. Aber mindestens genauso wichtig ist f├╝r mich und meine Kinder, wie sich unser Zusammenleben in dieser vielstimmigen und hoffentlich auch bald inklusiven und sozial gerechten Gesellschaft gestaltet.

Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt ist zentral bei dem gemeinsamen Ringen f├╝r ein gutes Leben f├╝r Jung und Alt, besonders auch auf dem Land! Ich vertrete feministische Positionen und mein poltisches Herzensthema ist schon seit vielen Jahren Kulturpolitik.

­čŚ║´ŞĆ Welchen Ort im Herzogtum Lauenburg sollte man sich unbedingt mal anschauen?

Der Sachsenwald, in dem ich wohne, ist wundersch├Ân. Die Lohe als gro├čes Naherholungsgebiet im Hamburger Osten und nationales Naturerbe der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein auch. Aber wenn man wie ich den Sommer liebt, dann muss man sich am besten alle Seen anschauen, die wir im Kreis haben und in allen mindestens einmal geschwommen sein. Und der Tonteich geh├Ârt als Geheimtipp unbedingt dazu! 


­čĆá Was machst Du gerne, wenn Du Dich gerade mal nicht politisch engagierst?

Wenn es warm genug ist: Im Garten arbeiten. Wenn es noch w├Ąrmer ist: Zwischen den Nordfriesischen Inseln surfen, schwimmen gehen und in der Sonne am Strand rumliegen. Au├čerdem gibt es im Sommer das SHMF und den Kultursommer am Kanal, zwei wunderbare Kultur-Events. Und sonst: Ausstellungen besuchen wie die NordArt in B├╝delsdorf, lange Nacht der Museen, Theater- und Musikfestivals. Dann f├╝hle ich mich lebendig.

­čĺČ Wie w├╝rden Deine Freunde und Deine Familie Dich beschreiben?

Politische Freunde w├╝rden wohl ├╝ber mich sagen, dass ich zielstrebig und engagiert bin. Pers├Ânliche Freunde wahrscheinlich eher, dass ich ziemlich ruhig und entspannt bin. Und meine Familie hoffentlich, dass ich immer f├╝r sie da bin, wenn sie mich braucht.


­čÄë Wer oder was treibt Dich an?

Mich treibt die ├ťberzeugung an, dass wir alle gemeinsam es in der Hand haben, wie wir auf dieser Welt (miteinander) leben und umgehen wollen. Wir k├Ânnen unsere Welt mit all unserer Kreativit├Ąt gestalten, tragen damit aber auch die volle Verantwortung f├╝r sie und unser gutes Leben. Und dabei sind Frauen mindestens genauso wichtig wie M├Ąnner, Kinder genauso wichtig wie Erwachsene und junge so wichtig wie alte Menschen.

Hier finden Sie die schriftliche Rede von Uta R├Âpcke f├╝r den Landesparteitag und ihre Bewerbung f├╝r die Landesliste.

Uta R├Âpcke zu Gast beim Podcast „bonne chance – Der Podcast f├╝r Chancengleichheit“

In der Podcast-Reihe der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Schwarzenbek, Petra Michalski, geht es um das Thema Chancengleichheit. Chancengleichheit bedeutet gleiche M├Âglichkeiten f├╝r alle Menschen in Kultur, Familie, Beruf, Gesellschaft und Politik zu schaffen. In der 2. Folge zum Themenschwerpunkt „Frauen in die Kommunalpolitik“ geht es um m├Âgliche Wege, Chancengleichheit durch politische Beteiligung zu verbessern.

https://bonne-chance-chancengleichheit.podigee.io/4-neue-episode

Frauen sind immer noch unterrepr├Ąsentiert in der Politik: Im deutschen Bundestag sind nur 31% Frauen, in der Kommunalpolitik in Schleswig Holstein liegt der Frauenanteil bei etwa 20-25 %. Die Gleichstellungsbeauftragte m├Âchten Frauen nun unterst├╝tzen, ihren Weg in die Politik zu finden und stellen fest, dass es h├Ąufig noch an Vorbildern im eigenen Umfeld fehlt. In unserem Gespr├Ąch beschreibt die Landtagskandidatin von Listenplatz 11 ihren Weg in die Politik:

Was war ihr Schl├╝sselmoment, sich kommunalpolitisch zu engagieren?
Wie ging es dann weiter ├╝ber ein Kreistagsmandat in Landes- und Bundespolitik?
Was ist das Besondere f├╝r Frauen, die sich bei B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen engagieren?

Es geht um die Frage der ersten Schritte, ob ich in einer Partei sein muss, um mich zu engagieren und wenn ich das nicht bin, wie ich herausfinden kann, was die richtige Partei f├╝r mich ist. Und nicht zuletzt geht es auch um die Frage, wer bzw. was mir helfen kann, mich zu engagieren: Mentoring Programme f├╝r Frauen, die in die Politik m├Âchten


pers├Ânlich

26.05.1965 in Bordesholm

Verheiratet, 2 S├Âhne (15 und 26 Jahre alt)


















Politisch
Aktuell

Seit 2009 OV Sachsenwald

Themen: Kultur und (kulturelle) Bildung, Migration, Soziales, Teilhabe und Offene Gesellschaft


Landespolitisch (- Ende 2015)

Landesvorstand, Parteirat, Gr├╝ne Zukunftswerkstatt


Kommunalpolitisch (- 2016)

Kreistag

Fraktionsvorstand

Sozial-, Bildungs- und Kulturausschuss

Diverse weitere Funktionen




Beruflich

Kreis Herzogtum Lauenburg: Koordinierungsstelle f├╝r Integration und Teilhabe

Diversity Management

Interkulturelle ├ľffnung der Verwaltung

(bis 2016) Kulturwissenschaftlerin freiberuflich HAW/ Uni HH/ Goethe Institut

Lehre, Interkulturelle Trainings, Moderation, Fachberatung

Europanetzwerk Deutsch

(bis 2016) USAC Germany an der Leuphana Universit├Ąt L├╝neburg

Dozentin f├╝r Interkulturelle Kommunikation, Diversity Management, DaF/DaZ, Kunst- und Erziehungswissenschaften





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